Aktuelle Vorschriften 2017

Neue Drohnenverordnung

Die wesentlichen Regeln für den Betrieb von Drohnen / Drohne Flugerlaubnis

Beträgt das Abfluggewicht über 250 Gramm? Dann muss das unbemannte Luftfahrzeug gekennzeichnet werden. Wenn Euer Copter nun mehr als 250 Gramm wiegt, muss eine Plakette mit dem Namen und der Adresse des Eigentümers angebracht werden. Die Angaben müssen fest mit dem Fluggerät verbunden, dauerhaft und feuerfest angebracht werden. Dazu eignen sich beispielsweise Aluminium-Plaketten (hier bei Amazon erhältlich), welche auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden. Kosten liegen zwischen 5 und 10 Euro.

 
Benötigt man einen Führerschein für Quadrocopter bzw. Drohnen?

Hier lautet die Antwort aktuell: Nein, für den Betrieb eines Quadrocopters oder einer Drohne benötigt man keinen separaten Führerschein. Im Prinzip können die Fluggeräte von jeder Person gesteuert werden.
Man muss also keinen separaten Führerschein machen, aber manchmal kann es nötig sein, eine Drohne Flugerlaubnis bzw. eine Genehmigung einzuholen.

Wann benötigt man eine Drohne Flugerlaubnis oder Genehmigung?

Ganz generell wird für unbemannte Fluggeräte bis zu einem Gewicht von 5 Kilogramm keine Fluggenehmigung oder Erlaubnis zum Aufstieg benötigt, sofern man die Drohne bzw. den Quadrocopter für „Sport und Freizeit“ einsetzt.
Man entfernt sich vom Bereich „Sport und Freizeit“, wenn man eine Drohne gewerblich nutzt. Wer also beispielsweise eine Kamera an der Drohne hat und damit Fotos und Videos aufnimmt und diese beispielsweise verkauft, dann ist eine gewerbliche Nutzung vorhanden. Das gilt übrigens auch, wenn man die Videos z.B. auf YouTube hochlädt und man Werbung zu den Videos erlaubt. Hier erzielt der Nutzer Einnahmen und damit wird einem gewerblichen Zweck nachgegangen.

Was darf ich mit einer Drohne / einem Quadrocopter filmen?

Generell darf das Persönlichkeitsrecht von Personen nicht verletzt werden. Es dürfen also keine Aufnahmen gemacht werden, auf denen einzelne Personen eindeutig erkennbar sind. In diesem Fall ist die Einholung der Erlaubnis / Einwilligung der fotografierten oder gefilmten Personen pflicht.
Generell gilt, dass man auch beispielsweise nicht über Grundstücke von dritten Personenfliegen darf. Der Flug über die Hecke vom Nachbarn ist also verboten. Es sei denn man hat eine Genehmigung. Man darf nur aufnehmen, was auch z.B. von der Straße aus zu sehen ist.

Beträgt das Abfluggewicht mehr als 2 Kilogramm? 

Auch hier muss die Drohne / der Copter mit einer Namensplakette gekennzeichnet werden. Zudem muss ein Kenntnisnachweis mitgeführt werden (ab dem 1. Oktober 2017 Pflicht). Der Nachweis kann über eine vom Luftfahrtbundesamt befähigte Stell oder durch einen Verband für Modellflug ausgestellt werden. Sobald der Nachweis / die Prüfung abgelegt wurde, ist der Nachweis 5 Jahre gültig. Gut zu wissen: Auf Modellfluggeländen kann weiterhin auch ohne Nachweis geflogen werden.

Flughöhe: Die maximale Flughöhe beträgt 100 Meter. Darüber hinaus ist verboten (es sei denn es besteht eine behördliche Ausnahmegenehmigung durch eine Landesluftfahrtbehörde)!

Chancen für gewerbliche Nutzung: Für Fluggeräte unter 5 Kilogramm Gewicht ist keine Erlaubnis mehr notwendig. Auch darf z.B. außerhalb der Sichtweite geflogen werden – sofern von der Landesluftfahrtbehörde genehmigt! So können neue Anwendungsbereiche von Drohnen weiter ausgebaut werden.

​Aufstiegserlaubnis: Generell für alle Modelle mit einem Gewicht von über 5 Kilogramm Pflicht!